Leben in der VG Freinsheim - Klimaschutzkonzept - Basisinfo

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Was ist ein Klimaschutzkonzept?

Das integrierte Klimaschutzkonzept stellt den strategischen Überbau für das Handeln der Verbandsgemeinde Freinsheim und ihrer Ortsgemeinden im Themenfeld „Energie und Klimaschutz“ für die kommenden Jahre dar. In diesem Sinn ist es themenübergreifend ausgerichtet. Ein wesentliches Element ist das Aufzeigen von Potenzialen und das Festlegen von Leitbildern und Zielen für die sparsame Energieverwendung und die „klimaschonende“ Energieerzeugung in der Verbandsgemeinde Freinsheim, die dem Handeln für die nächsten Jahre zugrunde gelegt werden.

Allerdings bleibt das Konzept nicht bei Zielen und Leitbildern stehen. Damit die Ziele auch erreicht werden können, werden im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen aufgezeigt und deren Umsetzung vorbereitet. Klimaschutz ist eine Herausforderung, welche alle Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde insgesamt und nicht nur die kommunale Verwaltung und Politik betrifft. Deswegen werden alle Akteure– Bürgerinnen und Bürger, Weinbau und Landwirtschaft, Gewerbe/Handel und Industrie – angesprochen und ihnen die Möglichkeit gegeben sich in die Erarbeitung des Konzeptes einzubringen.

Ziel des Konzeptes ist es, konsensfähige Ziele zu vereinbaren und zu deren Erreichung Maßnahmen zu entwickeln bzw. bestehende Ansätze zu bündeln. Dies kann nur auf der Basis einer fundierten und belastbaren Bestandsaufnahme erfolgen, die in einer Potenzialanalyse mündet.

Im Einzelnen umfasst die Bearbeitung des Klimaschutzkonzeptes gemäß den Richtlinien zur Förderung von Klimaschutzprojekten die folgenden Arbeitsschritte und Inhalte:

1. Energie- und CO2-Bilanz: wo stehen wir?
Eine wesentliche Basis für das Klimaschutzkonzept sind verlässliche Zahlen, die den derzeitigen Energieverbrauch und die dadurch hervorgerufenen CO2-Emissionen widerspiegeln, differenzierte Potenzialanalysen und konkrete Zielvereinbarungen ermöglichen sowie im weiteren Prozess der Evaluation und Erfolgskontrolle dienen.

2. Potenzialanalyse: was können wir erreichen?
Die solide Definition von Handlungsoptionen lässt sich nur anhand von differenzierten und praxisorientierten Potenzialbetrachtungen realisieren. Bei der Potenzialanalyse werden die die verschiedensten möglichen Maßnahmenfelder der Stadtentwicklung berücksichtigt.

Dabei wird nach dem Zwiebelschalenmodell vorgegangen. Ausgehend vom theoretischen Potenzial, wird das technisch machbare Potenzial auf seine Wirtschaftlichkeit geprüft und abschließend das nutzbare Potenzial als Zielgröße ermittelt.

Die Erarbeitung der Potenzialanalyse umfasst die folgenden Elemente:
a)    Darstellung der Energieeffizienz sowie der Einsparpotenziale
b)    Ermittlung der Potenziale für die Nutzung regenerativer Energien
c)    Darstellung der Ergebnisse in Szenarien.

3. Akteursbeteiligung: was wollen wir erreichen? was wollen wir dazu beitragen?
Die Akteursbeteiligung umfasst sowohl die begleitende und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit als auch die aktive Beteiligung aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung insbesondere bei der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs.

Die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt erfolgt stetig, insbesondere über die Homepage der Verbandsgemeinde. Sie soll einerseits informieren und andererseits zur Mitarbeit auffordern. Dies wird insbesondere über die Möglichkeit der Mitwirkung an offenen Workshops und Informationsveranstaltungen erreicht.

Eine umfassende Information und Beteiligung gewährleistet nicht nur eine hohe Akzeptanz des Arbeitsergebnisses sondern auch eine erfolgreiche Umsetzung der vereinbarten Ziele und Projekte.

4. Maßnahmenkatalog: was / wer / wieviel / wann ?
Ein Kernelement des Klimaschutzkonzeptes stellt die Erarbeitung eines umsetzungsorientierten Maßnahmenkataloges dar. Auf Grundlage der Ergebnisse der Potenzialanalyse sowie der energie- und klimapolitischen Ziele werden Handlungsvorschläge erarbeitet um die vorhandenen Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien möglichst optimal zu aktivieren. Die Maßnahmen werden priorisiert, zu beteiligende Akteure genannt und Kosten beziffert.

5. Verstetigungsstrategie: wie kann das Konzept auch umgesetzt werden ?
Im Klimaschutzkonzept werden eine Reihe von Maßnahmenvorschlägen erarbeitet, die sich nicht von alleine umsetzen werden. Die Umsetzung des Konzeptes ist eine längerfristige Aufgabe, bedeutet aktive Arbeit und setzt funktionsfähige Strukturen in Politik und Verwaltung sowie eine entsprechende personelle und finanzielle Ausstattung voraus. Wie diese Strukturen aussehen könnten und was dazu nötig ist, wird im Rahmen der Verstetigungsstrategie erarbeitet.

6. Monitoring- und Controlling-Konzept: wie erfahren wir, was wir erreicht haben?
Ziel des Monitoring und Controlling ist es, das die politischen Akteure und die interessierte Öffentlichkeit, kontinuierlich über die Erreichung der geplanten Ziele informiert wird, bzw. die geplanten Ziele selbst überprüfen kann. Das Controlling-Konzept beschreibt zudem die wesentlichen Erfolgsfaktoren.

Ein wichtiges Instrument des Controlling-Konzeptes ist die Fortschreibung der kommunalen CO2-Bilanz als Basisinstrument der Evaluation. Darüber hinaus ist vorgesehen, bereits im Kontext der Maßnahmenbeschreibung Vorschläge zu deren Monitoring aufzunehmen.

7. Kommunikationsstrategie: wie können wir die Akteure in der Umsetzungsphase zu erreichen, informieren und motivieren?
Als Fortschreibung der bei der Klimaschutzkonzepterstellung bereits laufenden Öffentlichkeitsarbeit wird ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit der folgenden Durchführungsphase erarbeitet. So wird ein nahtloser Übergang zwischen der Öffentlichkeits- und Aktivierungsarbeit der Konzeptphase in der Umsetzungsphase geschaffen werden.

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